FASTENTRADITION
Die Tierwelt lehrt uns seit Urzeiten,
dass Fasten ein Weg zur Selbstheilung ist.
Zum Beispiel ziehen sich kranke Katzen zurück
und nehmen keine Nahrung mehr auf, da die Energie,
die zur Verdauung gebraucht würde, vorübergehend
der Heilung dient.
Aus dem gleichen Instinkt verweigert jedes Kind
bei hohem Fieber die Nahrung.
Seit Menschengedenken fasten wir, ob gewollt aus
religiösen Gründen oder entsprechend
dem natürlichen Rhythmus der Jahreszeiten.
Beim religiösen Fasten wird Fasten als Weg
der Reflexion zur inneren Ordnung und als Reifung
erlebt. Es existieren in allen Kulturen Fastenbräuche.
|
|
|
Früher waren die Wintermonate
auch in unseren Breiten eine natürliche Essenspause.
Das Leben der vielzitierten Hunzas
dient als gutes Beispiel:
Im Zentralhymmalaia mussten sie
bis zu zwei Monate auf die Reife der Gerste warten,
die sie mit nichts anderem überbrücken
konnten. Während dieser Zeit arbeiteten sie
trotzdem frohen Mutes auf ihren Feldern weiter
und erfreuten sich einer erstaunlichen Gesundheit.
Heutzutage, ohne diese Pause, leiden sie an denselben
Zivilisations-
krankheiten wie wir.
|
|
|